Goldener Schnitt
Durchforscht man die Natur in Bezug auf den Goldenen Schnitt und dessen Proportionen, so findet man erstaunlich viele Beispiele. Einige davon werden im Folgenden aufgezeigt.
Bei Pflanzen
Nach Müller (2008) sind Beispiele für dieses Phänomen in der Pflanzenwelt der Aufbau des Schachtelhalms (Fig.23) und der Aufbau der Seidenpflanze (Fig.24).
Auffällig bei Pflanzen ist auch, dass in viele Blättern von Bäumen der Goldenen Schnitt vorkommt, wie zum Beispiel beim Efeublatt (Fig.25), beim Blatt eines Hahnenfusses (Fig.26) oder das Länge/Breite Verhältnis eines Eichenblatts (Fig.27).
Um herauszufinden mit welcher Genauigkeit ein Eichenblatt dem Goldenen Schnitt entspricht, vermass Rudolf Engelhard im Jahre 1919 Höhe und Breite von 500 Eichenblättern.
Dabei stellte er fest, dass bei 235 Blättern (47%) die Abweichung kleiner als 1mm war. Bei 93 Blättern (18,6%) gab es eine Abweichung zwischen 1 und 2mm.
Bei 92 Blättern (18,4%) war die Abweichung zwischen 2 und 3mm. Und bei den restlichen 80 Blättern (16%) war die Abweichung grösser als 3mm.
Wie man diesen Angaben entnehmen kann, waren nicht alle Blätter genau im Goldenen Schnitt. Jedoch war bei knapp der Hälfte der Blätter die Abweichung sehr gering.
Bei Tieren
In der Tierwelt entsprechen beispielsweise die Verhältnisse von Körperteilen bei der Biene (Fig.28) und beim Pferd (Fig.29) dem Goldenen Schnitt (Holzapfel, 2008b).
Je genauer das Verhältnis vom Major (M) zum Minor (m) der Zahl Phi entspricht, also je genauer das Tier im Goldenen Schnitt ist, desto schöner oder auch gesünder erscheint es dem Menschen.
Beim Menschen
Da der Mensch sehr genau studiert wurde, findet man auch bei ihm sehr viele Verhältnisse im Goldenen Schnitt, insbesondere beim Körperbau (Fig.30, 31).
Im untenstehenden Proportionen-Rechner können Sie ihre Körpermasse eingeben. Danach wird die durchschnittliche Abweichung ihres Körpers zum Goldenen Schnitt ausgerechnet. Bitte geben Sie alle Angaben einheitlich in Metern oder Zentimetern ein.
Auch ist die Länge der Fingerknochen des Mittelfingers (Fig.32) und die Breite der Zähne (Fig.33) im Goldenen Schnitt.
Wie auch bei den Tieren, erscheint ein Mensch umso schöner, je genauer er dem Goldenen Schnitt entspricht. Aus diesem Grund kommen Models dem Goldenen Schnitt sehr nahe. Möchte man ein Bild eines Menschen verschönern, so können die zuvor erwähnten Masse dem Goldenen Schnitt angepasst werden und die Person wirkt automatisch schöner. Dies wird insbesondere bei Fotomontagen oft gemacht.


